Feuerbrand

Feuerbrand ist eine bakterielle Erkrankung, die an verschiedenen Pflanzen auftritt. Bisher hauptsächlich an Rosengewächsen. Er zählt zurzeit zu den schwersten und gefährlicher Krankheiten im Obstbau.

Die Alarmmeldungen die  im Frühling zur Baumblüte, alle paar Tage durch die Medien gehen bringen verständlicherweise sehr viel Verunsicherung in die Bevölkerung. Wir wissen aus der Schweiz und Vorarlberg, dass  es um unser traditionelles, von Streuobstbäumen mitgeprägtes Kulturland geht. Niemand möchte auf  diese Baummajestäten die markant unsere heimatliche Landschaft mitprägen, verzichten. Es geht auch um jeden einzelnen Hausgarten. Wer möchte etwa auf seine geliebte „Schafnase“ die es nirgends mehr zu kaufen gibt, verzichten? Wirtschaftlich  ist es aber für den in unserer Region so wichtigen Obstbau  möglicherweise eine Frage von Sein oder Nichtsein. Daher ist die gesamte Bevölkerung  angehalten sich zu informieren und an der Eindämmung mitzuwirken.

Was ist der Feuerbrand?


Er ist eine Bakterienkrankheit welche nur bestimmte Pflanzenarten betrifft, und für Mensch und Tier vollkommen ungefährlich ist.
Diese Bakterien dringen hauptsächlich über die Blüte bei feuchtwarmer Witterung  in die Pflanze ein, vermehren sich dort und können die Pflanze zum Absterben bringen. Symptome  sind ein schlagartiges Welken der Blütenbüschel, die Blattadern verfärben sich dunkel, die Blätter sterben ab und in der Folge verkrümmen sich die Jungtriebe hakenförmig. Die immer wieder zitierten typischen Schleimtropfen gibt es nur selten zu sehen. Die Rinde ist beim Anschneiden der infizierten Triebe rötlich .Es gibt oft Verwechslungen mit der Pilzkrankheit „Monilia“.  Endgültige Klärung bringt of nur die bakteriologische Untersuchung.

Verbreitung:


Diese Bakterienkrankheit wird hauptsächlich durch die fleißigen Bienen und andere Insekten übertragen. Aber auch  bei Hagel durch die offenen Wunden und mit nicht desinfizierten Schnittwerkzeugen.

Pflanzen die für den Feuerbrand anfällig sind:


Apfel, Birne, Quitte, Mispel, Apfelbeere, Cotoneaster (Bodendecker u. Strauchformen), Weiß- und Rotdorn, Feuerdorn, Eberesche, Zierquitte, Felsenbirne. Andere haben bei uns keine Bedeutung. Wenn  jemand beispielsweise auf einem Kirschentrieb einer Rose, oder einem anderen Zierstrauch Symptome sieht, kann es normal kein Feuerbrand sein.

Maßnahmen  gegen den Feuerbrand:


Jeder, dem unsere Kulturlandschaft am Herzen liegt müsste ein „Feuerbrand-Polizist“ werden, und bei der Gemeinde etwaigen Verdacht melden. Im Einklang mit dem Feuerbrandbeauftragten, sind dann die Maßnahmen zu treffen. In der Regel wird bei kleinem Befall  der Trieb ca. 30cm unter der Infektion  entfernt. (Vorsicht Übertragung – Desinfektion). Nach jedem  Schnitt Werkzeuge desinfizieren. Nie bei  nassem Wetter  wegen der Verbreitungsgefahr,  Feuerbrandarbeiten  durchführen. Bei schwerwiegenden Fällen ist Rodung nötig. Das Gefahrengut muss verheizt werden.

Nur durch die Mithilfe aller Bevölkerungsschichten kann der Feuerbrand in Grenzen gehalten werden, Vollkommen besiegt wird er nie mehr werden. Wie wir schon vor 30 Jahren in Amerika und seither in Europa gesehen haben, werden wir lernen müssen  mit dieser Pflanzenkrankheit zu leben und umzugehen.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.