lÄstlinge sind nicht unbedingt schÄdlinge

Vieles kreucht und fleucht in unserem Garten herum. Manches sind
Schädlinge, viele sind Nützlinge und da gibt es auch noch die neutralen Lästlinge.

Ameisen sind vielleicht lästig, aber selten schädlich

Ameisen stechen nicht und schädigen in der Regel auch keine Pflanzen. Der von ihnen angerichtete Schaden besteht in der Untertunnelung von Wege- oder Terrassenplatten sowie in den aufgeworfenen Erdnestern, die im Rasen ärgerliche Unebenheiten zur Folge haben. Ins Haus eingedrungene Ameisen nähren sich von den Brotkrümeln und Essensresten, die „von der Herren Tische fallen“. Im Garten nehmen Ameisen den süßen Kot der Blattläuse, den so genannten  „Honigtau“, begierig auf, verteidigen dafür die Blattsauger gegen Feinde und tragen sie sogar mitunter zu bestimmten Nahrungspflanzen. Bekämpfungsmaßnahmen (wenn sie überhaupt erforderlich sind) haben nur Sinn, wenn sie sich gegen die ganze Sippe richten, also auch gegen die Königinnen und Larven, die im unterirdischen Nest verborgen und geschützt leben. Wirksam sind spezielle Wirkstoffe in Köderdosen; sie werden von den Arbeiterinnen ins Nest getragen und vernichten nach und nach die ganze Population.
Neuerdings gibt es Verwirrstoffe, die auf „Ameisenstraßen“ gespritzt den Arbeiterinnen das Zurückfinden zum Nest verhindern. „Oma streute im Rasen immer Backpulver auf die Ameisennester“: tatsächlich schreckt das vom Hirschhornsalz ausgehende Ammoniak die zurückkommenden Ameisen ab, so dass die Nestinsassen bei mehrfacher Anwendung aussterben. Es gibt auch Vertreibungsmittel nur meistens siedeln sie sich gleich daneben wieder an. Im Großen und Ganzen sind Ameisen aber zu schützen vor allem die großen Waldameisen, solange sie nicht unsere Häuser besiedeln.

Das Wasserfass im Garten als Quelle für die selbstverschuldete Mückenplage


Manch einer sieht in den Stechmücken die schlimmsten Gartenschädlinge, ohne darauf zu kommen, dass er sich die Plagegeister vielleicht selbst gezüchtet hat. Die begatteten Weibchen unserer Hausmücken haben den Winter geschützt an Kellerdecken, in Gartenlauben o. ä.  verbracht und beginnen mit der Frühlingswärme ihre Eiablage auf  kleine und kleinste Gewässer. Offene Regenwassertonnen bieten Hunderten von Mückenlarven Raum und Nahrung zur Entwicklung. Die Mückenlarven sind sehr nützlich: täglich „reinigt“ jede Larve einen Liter Wasser von Algen, Einzellern und organischen Schwebstoffen. In knapp einem Monat stechen uns schon die Weibchen der nächsten Mückengeneration, die die Blutmahlzeit für das Heranreifen der Eier benötigt. Sie suchen dann erneut im Garten nach vollen Regentonnen, Vogeltränken, liegen gebliebenen Wasserreimern Regenlacken.  In einem „Feuchtbiotop“ im Garten sollten sich auf jedem Fall einige räuberische Fische tummeln. Als Beispiele seien genannt: Rotfedern, Orfen,…
Bitterlinge in Kombination mit Teichmuscheln stellen eine ideale Symbiose von Wasserfilter und Mückenkiller dar.
Goldfische allein verhindern keine Mückenplage!
Die wirksamsten Methoden, Mücken an der Eiablage zu verhindern: Regentonnen dicht abdecken und andere offene Wasserstellen vermeiden.

Eidechsen, Schlangen, viele Käfer und Spinnen gehören zu den nützlichen Lästlingen und sollten im Garten Platz haben. .

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