Hecken

Heckenschnitt – wann und wie?

Formierte Hecken:


Hecken aus sommergrünen Gehölzen (z.B. Rotbuche oder Hainbuche), wie auch der wintergrüne Liguster erhalten den Hauptschnitt im Winter, also während der Vegetationsruhe. Im Sommer muss, bei starkem Wachstum ein zweiter Schnitt folgen, allerdings nicht vor Ende Juli. Zu einem früheren Zeitpunkt läuft man Gefahr, Vögel bei ihrem Brutgeschäft zu stören, die ihre Jungen gern dem Schutz von Hecken anvertrauen. Hecken aus Immergrünen- oder Nadelgehölzen schneidet man erst kurz vor dem Austrieb im Frühjahr. Hier erübrigt sich ein zweiter Schnitt meist ganz, wie etwa bei der sehr langsam wachsenden Eibe oder der Stechpalme. Beim Schnitt werden nur die neuen Jahrestriebe reduziert, um möglichst viele der verbleibenden Knospen zum Austrieb anzuregen. So bildet sich eine dichte Verzweigung und damit guter Sichtschutz aus. Die Seitenwände der Hecke sollten sich, insbesondere bei Nadelgehölzhecken, nach oben hin verjüngen (Trapezform). Dies verhindert ein Verkahlen der unteren Bereiche. Um lange, gerade Linien zu erhalten, empfiehlt es sich, Schnüre zu spannen. Man sollte unbedingt regelmäßig jedes Jahr zur Schere greifen. Ist die Hecke erst einmal aus der Form geraten, hilft oft nur ein rigoroser Rückschnitt. Den lässt sich jedoch nicht jede Gehölzart gefallen.

Welche kahle Hecke verträgt eine Verjüngung?


Wenn alte Hecken kahl werden oder zu breit, so muss man vorher einen Radikalschnitt genau überlegen Eine Verjüngungskur, d.h. ein Rückschnitt bis ins alte Holz, damit sich die Pflanze von der Basis her gut verzweigt, neu aufbauen. Nicht alle Heckengehölze vertragen dies  gleich gut. Sie unterscheiden sich enorm in der Fähigkeit, so genannte schlafende Augen an älteren Holzpartien zum Austrieb anzuregen. Die sommergrünen Gehölze Hainbuche und Rotbuche, Liguster und die meisten Blütengehölze verfügen wohl über großes Regenerationsvermögen. Auch die immergrünen Laubgehölze vertragen eine Verjüngung sehr gut. Buchsbaum, Eiben und Kirschlorbeer können ebenfalls in das alte Holz geschnitten werden. Andere Nadelgehölzhecken Thujen, Scheinzypressen, Fichten, treiben  nur schlecht oder gar nicht aus altem Holz. In kleinerem Umfang vertragen jüngere Thujen einen Rückschnitt ins ältere Holz, treiben jedoch kaum aus schlafenden Augen wieder aus. Es sollte daher stets genügend Grün stehen bleiben, das zur Regeneration fähig ist. Verjüngungsmaßnahmen bei diesen Heckengehölzen also behutsam ausführen!

Blütengehölzhecken – Jahreszeitenhecken

Diese schneidet man normal nicht in Form, sondern lässt Sie frei wachsen. Man schneidet die Gehölze zu unterschiedlichen Zeiten.
Gehölze die im Frühling blühen, schneidet man nach der Blüte.
Sommerblüher und Immergrüne eher im Frühling vor dem Austrieb.
Ist die Hecke einmal zu groß und zu unförmig geworden so kann im Frühling vor dem Austrieb ein Radikalschnitt gemacht werden. Die meisten Blütengehölze auch Kirschlorbeer vertragen diesen Radikalschnitt gut. Frühlingsblüher blühen dann in diesem Jahr nicht.

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