Der Boden

Tut Grasmulch dem Boden gut?


Bei manchen Gemüsearten dauert es etwas, bis sich die Pflanzendecke geschlossen hat und dem Boden somit Schutz vor der strukturzerstörenden Wirkung starker Regenfälle und vor dem Austrocknen der Bodenoberfläche gibt. Mit einer Mulchdecke kann diese Phase überbrückt werden. Unter dem grünen Pelz bleiben Krümelstruktur und Bodenleben erhalten. Rasenschnitt eignet sich, leicht angewelkt und nicht zu dick aufgetragen, hervorragend zum Mulchen. Rund um die Pflanze etwas Platz lassen, damit die Feuchtigkeit beim Gießen an die Wurzeln gelangt. Auch gut als Abdeckung zu verwenden: Gehäckseltes Stroh, Schredermaterial von Ernterückständen- ja nicht zuviel! Ebenso die Gartenfaser dünn aufgetragen.

Wie kann man schlechte Böden verbessern?


In neu angelegten Gärten hat man es häufig mit einem Extremboden zu tun: Entweder mit leichtem, sandigen Erdreich oder mit einem schweren, bei Nässe schmierenden Lehm-Ton-Gemisch.
Schweres Erdreich kann mit Sand, Urgesteinsmehl und mit reichlich organischer Substanz wie Kompost oder Rindenhumus aufgelockert werden. Günstigster Termin für solche Bearbeitungsmaßnahmen: Ab Herbst.
Sandböden dagegen lassen sich durch Zusätze von lehmhaltiger Erde und organischer Substanz aufwerten. Dafür ist das Frühjahr besser geeignet.

Ist Blumenerde aus Torf durch Kompost ersetzbar?


Komposte sind als Folge des Rotteprozesses in aller Regel stark alkalisch also das Gegenteil von sauer. Das führt zu einer Festlegung von, für die Pflanzen lebensnotwendigen Spurenelementen wie Eisen, Mangan, Zink, Kupfer und Bor. Außerdem werden beim Abbau von organischer Substanz Nährsalze freigesetzt und angereichert. Oft sind die Salzgehalte so hoch, dass die Gefahr von Blatt- und Wurzelverbrennungen besteht. Wer also sein Substrat für Balkonkästen und Kübel selber zusammenstellen möchte, sollte nur ein Drittel Kompost nehmen und mit guter Gartenerde, Rindenhumus und Holzfasern mischen. Mineralische Zusatzstoffe, wie Blähton oder Perlite sorgen für dauerhafte Luft- und Wasserspeicherfähigkeit. Inzwischen gibt es auch komposthaltige Substrate im Handel.
Für Moorbeetpflanzen; auch Heidelbeeren gehören dazu, sind Komposte, wegen zu hohem pH-Wert, nicht gut geeignet. Wer keinen Torf nehmen möchte kann sich mit Walderde, Rinde und Holzfasern behelfen.

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